Recklinghausen

Recklinghausen ist eine 117.000-Einwohner-Stadt im Ruhrgebiet. Wie es typisch für diese Region ist, hat auch Recklinghausen eine Geschichte als Arbeiterstadt. Zwei als Industriedenkmäler erhaltene Fördergerüste, ein Stahlkastenstrebengerüst der Zeche Recklinghausen II und ein seltenes Turmgerüst der Zeche General Blumenthale, erinnern an diese Zeit.

Heute hat Recklinghausen eine breit aufgestellte Wirtschaft. So sind die Branchen Metallindustrie, Elektrotechnik, Textil und Kunststoffe, Groß- und Einzelhandel, Banken, Sparkassen, Versicherungen und Bildungs- und Wirtschaftseinrichtungen am Wirtschaftsstandort Recklinghausen vertreten. Deutschlandweite Bekanntheit erlangte Recklinghausen aber im Bereich Kultur und Freizeit. Die jährlich stattfindenden Ruhrfestspiele sind ein kulturelles Highlight des Ruhrgebiets. Die Veranstaltung erstreckt sich meist über die Monate Mai und Juni und umfasst einen bunten Strauß von Konzerten, Theateraufführen, Auftritten von Comedians und vielem mehr. Auch große Namen aus der Unterhaltungsbranche treten regelmäßig bei den Ruhrfestspielen auf. Weitere wichtige Feste in Recklinghausen sind die Woche des Sports, das Weinfest und das Altstadtfest.

Aber das Kultur- und Freizeitleben in Recklinghausen biete noch viele andere Möglichkeiten. So kann man in der Stadt auch Museen wie das Postgeschichtliche Museum Recklinghausen, das sich mit der Geschichte der Deutschen Bundespost beschäftigt, oder das Ikonen-Museum Recklinghausen besuchen. Dieses Museum präsentiert eine der bedeutendsten Sammlungen ostkirchlicher Kunst in der westlichen Welt.

Obwohl Recklinghausen im Zweiten Weltkrieg nur gering zerstört wurde, ist der Stadtkern heute an vielen Stellen von großen Neubauten dominiert. Von der kleinteiligen Bebauung mit Fachwerkhäusern ist kaum etwas in der Innenstadt übrig geblieben. Allerdings sind 200 Meter der Stadtmauer, erbaut im 14. Jahrhundert, am Herzogswall erhalten. Ebenso zwei Türme der Stadtmauer. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind der Stephansturm innerhalb des Komplexes der Engelsburg, das Ruhrfestspielhaus von 1965 und das Recklinghausener Rathaus im Stil der Neorenaissance erbaut. Auch nicht unerwähnt bleiben darf die Ziegelsteinskulptur des dänischen Künstlers Per Kirkeby. Das 26 Meter lange und sechs Meter hohe Bauwerk besteht aus etwa 30.000 Ziegelsteinen, die in sechs große und sieben kleine Bögen angeordnet sind und in den Gehweg integriert wurden. Dies ergibt ein sehr harmonisches Bild, deshalb ist die Skulptur bei Einwohnern und Besuchern Recklinghausens sehr beliebt.